Ölwechsel, alter Motor, neues Öl

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    • Also, mich würde vor allem Folgendes interessieren:

      Welches Öl wurde vor dem 10W60 verwendet?
      Was war der Grund oder die Gründe für einen Wechsel? Kaltklappern und/oder Heissklappern? Auch Andere Gründe als Hydros, mechanische Geräusche?
      Was wurde besser? Kaltklappern reduziert, ganz verschwunden, oder nur noch in bestimmten Situationen, wie nach sehr heiss abgestelltem Motor?

      Diese Fragen nur als Anregung für eine möglichst detaillierte Beschreibung der Problematik.

      Kurze Anmerkung zu meinem NA: Erworben Ende 2013 mit ca. 230.000 km auf der Uhr. 7 oder 8 Vorbesitzer. B6-Motor, Baujahr 92.
      Was für Öl davor gefahren wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Beim Kauf war (angeblich) ein 10W40 drin. Damit gab es starkes Kaltklappern, wenn auch nicht extrem, aber bis zu 20 Sekunden nach Start konnte es dauern, bis es verschwand. Heissklappern habe ich damit erst gar nicht versucht zu provozieren, es flog direkt raus, Wechsel auf 10W60. Das fahre ich bis heute, km-Stand ca. 295.00 km, zum Einsatz kamen Liqui Moly und Shell. Ob auch das Castrol drin war, kann ich nicht beschwören, aber im NA meiner Frau war es über lange Zeit. Auch ein sehr gutes Öl.

      Schon beim Wechsel auf das 10W60 reduzierte sich das Kaltklappern auf ein paar Sekunden nach Start. Nach und nach verbesserte sich das Verhalten immer mehr, aktuell habe ich Kaltklappern nur noch, wenn der Motor tags vor dem Abstellen sehr warm gefahren wurde, über 90° im Ölsumpf laut VDO-Instrument. Heissklappern ist noch nie aufgetreten, auch nicht nach Pässefahren in den Alpen.

      Allerdings fahre ich das Auto schonendst warm. Auf dem Weg zur Arbeit fahre ich nach 3Kilometern Landstrasse für 6 Kilometer auf die Autobahn. Da habe ich dann die Wahl im Berufsverkehr: Entweder mit 85 km/h hinter den LKWs auf der rechten Spur bleiben oder mit mindestens 120 km/h auf die linke Spur wechseln. Gerne auch schneller, wenn man nicht gelyncht werden möchte. Ich entscheide mich für erste Option.

      Auf der Abfahrt, nach knapp 10 Kilometern, hat das Öl selbst im Sommer so um die 50°, auch wenn der Öldruck sich bis dahin auf etwas mehr als 4 bar bei 3.000 rpm reduziert hat. "Warmgefahren" ist meiner Meinung nach was anderes. Sicher kann man ab jetzt die Drehzahl steigern, aber bis Nenndrehzahl knallen? Eher nicht.

      Edit: So ein Motoröl ist immer ein Kompromiss. Was für die Hydros gut sein mag, kann für die Lager oder Kolben weniger optimal sein. DAS optimale Öl für alle Betriebszustände gibt es mit Sicherheit nicht.
      Notorischer Ex-Schwarz-Fahrer. Jetzt mit "Bienchen". Nebenbei Bomber-Pilot.
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