Einstellen der Zündung auf 14 Grad

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    • Einstellen der Zündung auf 14 Grad

      Hallo allerseits,

      wie Ihr es dem Titel schon entnehmen könnt, überlege ich, ob ich die Zündung meines MX5 NA´s auf 14 Grad einstelle. Angeblich soll dies für mehr Drehmoment besonders in den unteren Drehzahlbereichen sorgen. Nun habe ich mich schon etwas zu dem Thema eingelesen, und bin auf sehr unterschiedliche Meinungen gestoßen. Die einen sagen, dass das nichts bringt und den Aufwand/das Risiko nicht wert sei, während die anderen einen spürbaren Unterschied beschreiben und argumentieren, dass es Risikofrei (für den Motor) sei. Was stimmt denn nun? Hat jemand von euch die Zündung auf 14 Grad einstellt und einen Unterscheid festgestellt? Wie läuft der Motor seit dem?

      Bin mir, wie gesagt, sehr unsicher denn ich möchte ehrlich gesagt kein Risiko eingehen bezüglich Beschädigungen ;)

      Viele Grüße

      Michael
    • www.mx-5.mx
    • Grundsätzlich würde das Risiko bestehen, dass der Motor zum Klingeln / Klopfen neigt.
      Empfehlenswert, höheroktanigen Sprit zu fahren.

      Der NA ist für Normalbenzin ausgelegt. Gibt’s nicht mehr, also ist höheroktaniger Sprit schon gesetzt.

      Die vollen 14 Grad sorgen für mehr Drehmoment untenrum. Kann aber gut passieren, dass die Maschine obenrum nicht mehr so frei ausdreht.

      Daher würde ich empfehlen, eine persönliche Einstellung rauszufahren.

      Hilfreich, wenn man sein Auto gut kennt und ein Gefühl für den Motor hat.
      Fühlt er sich rauh an, würde ich die Zündung zurücknehmen.

      Das Ganze ist ein Kompromiss. Bisschen mehr Drehmoment untenrum ist ja ganz nett.
      Aber wenn die Maschine nicht mehr richtig drehen will, macht’s auch keinen Spaß.
    • Hat der NA einen Klopfsensor?
      Falls ja, wäre es ja gar kein Problem.

      Schinderhannes schrieb:

      Die vollen 14 Grad sorgen für mehr Drehmoment untenrum. Kann aber gut passieren, dass die Maschine obenrum nicht mehr so frei ausdreht.
      Den ersten Teil kann ich gut verstehen und auch so mittragen. Warum sollte aber die Zündverstellung einen Einfluss auf die Drehfreude haben?
      Signatur
    • Danke für eure Antworten. Also das die Zündverstellung Auswirkungen auf die Drehfreudigkeit des Motors haben soll, lese ich auch zum ersten mal.... Ich persönlich Zweifel ja auch ehrlich gesagt dran, dass man überhaupt irgendeinen Unterschied merkt ;) Aber ich denke, ein Versuch ist es wert....

      Würde mich auch mal interessieren, wie viel von den angegeben 115 PS überhaupt noch da sind, so nach 27 Jahren....
    • nochmal Willkommen Michael. Ja die Suche nach den verlorenen PS ;)
      zum Thema des Threats: Ich fahre die Zündung bei 12 Grad im einstellmodus - was ja nicht heisst das er dauerhaft bei 12 v.OT zündet, das ist ja nur die Ausgangsbasis.
      Hannes hat dazu das wichtigste gesagt, 14 v.OT fühlt sich beim ausdrehen jenseits von 5500 Umdrehungen "komisch" an, klingt auch bei manchen NA komisch.
      sehr viele unte Artikel zum NA findest du hier mxfive.at/
      die Suche nach den PS kannst du günstig starten mit Zündzeitpunkt, reinigen der drosselklappe,/ des Einsaugbereichs, frischen Zündkerzen und Zündkabel (Meiner Meinung ein absolutes muss nach dem kauf).
      Dann machst du eine Prüfung der Kompression, sollte die passen geht es weiter mit gereinigten Einspritzdüsen.
      Danach scheiden sich die Geister: bei Lust am Sauger: einen der verfügbaren Cold Air intakes, Umbau von Luftmengen auf Luftmassenmesser oder gleich programmierbares Steuergerät und Eliminierung der Luftmengenmessung.
      Ab da wird es teuer: Leichtere Schwungscheibe (da du ein US Miata hast ist deine sehr schwer, 8kg und mehr) - zum glück hast du ein kurzes 4,3 Diff, wenn du glück hast sogar ein leicht gesperrtes VLSD (gab es bei sondermodellen und optional)
      oder noch teurer aber noch ergibiger: bei SPS vorfahren und nach ein paar wochen und einer hohen 4-stelligen Summe fährst du mit einem aufgeladenen Motor vom Hof.

      Meine Empfehlung: erstmal nur die Verschleissteile machen und alles was mit körperlicher Arbeit zu schaffen ist, frisches Synthetik-Öl (5w40) rein. Messen ob der Motor ok ist und genießen. und Ruhig mal 6700 Touren drehen - manche vergessen das die PS beim 116PS NA erst kurz vorm Begrenzer lauern.
      "Less talk, more rock" Bart Simpson
    • surfermatt schrieb:

      Hannes hat dazu das wichtigste gesagt, 14 v.OT fühlt sich beim ausdrehen jenseits von 5500 Umdrehungen "komisch" an, klingt auch bei manchen NA komisch.
      Ich kann mir auch nur vorstellen, dass das wirklich nur ein Gefühl ist. Der Motor geht untenrum besser, da weniger konservativ gezündet wird, obenrum schwindet der Effekt und man merkt keine Verbesserung mehr. Das fühlt sich evtl. schlechter an, objektiv wird sich aber einfach nix ändern.
      Signatur
    • surfermatt schrieb:

      nochmal Willkommen Michael. Ja die Suche nach den verlorenen PS ;)
      zum Thema des Threats: Ich fahre die Zündung bei 12 Grad im einstellmodus - was ja nicht heisst das er dauerhaft bei 12 v.OT zündet, das ist ja nur die Ausgangsbasis.
      Hannes hat dazu das wichtigste gesagt, 14 v.OT fühlt sich beim ausdrehen jenseits von 5500 Umdrehungen "komisch" an, klingt auch bei manchen NA komisch.
      sehr viele unte Artikel zum NA findest du hier mxfive.at/
      die Suche nach den PS kannst du günstig starten mit Zündzeitpunkt, reinigen der drosselklappe,/ des Einsaugbereichs, frischen Zündkerzen und Zündkabel (Meiner Meinung ein absolutes muss nach dem kauf).
      Dann machst du eine Prüfung der Kompression, sollte die passen geht es weiter mit gereinigten Einspritzdüsen.
      Danach scheiden sich die Geister: bei Lust am Sauger: einen der verfügbaren Cold Air intakes, Umbau von Luftmengen auf Luftmassenmesser oder gleich programmierbares Steuergerät und Eliminierung der Luftmengenmessung.
      Ab da wird es teuer: Leichtere Schwungscheibe (da du ein US Miata hast ist deine sehr schwer, 8kg und mehr) - zum glück hast du ein kurzes 4,3 Diff, wenn du glück hast sogar ein leicht gesperrtes VLSD (gab es bei sondermodellen und optional)
      oder noch teurer aber noch ergibiger: bei SPS vorfahren und nach ein paar wochen und einer hohen 4-stelligen Summe fährst du mit einem aufgeladenen Motor vom Hof.

      Meine Empfehlung: erstmal nur die Verschleissteile machen und alles was mit körperlicher Arbeit zu schaffen ist, frisches Synthetik-Öl (5w40) rein. Messen ob der Motor ok ist und genießen. und Ruhig mal 6700 Touren drehen - manche vergessen das die PS beim 116PS NA erst kurz vorm Begrenzer lauern.


      Danke für die vielen Tipps, ich werde versuchen, so viele wie möglich umzusetzen. Bin nur leider noch ein blutiger Anfänger :D Bin gespannt, wie weit ich komme.... ;)
    • Vielleicht noch einen Tipp dazu: Der Dichtring des Drehwinkelgebers ist beim NA möglicherweise die Stelle, die am häufigsten wegen Ölundichtigkeit auffällt.

      Wenn man den Dichtring wechselt, also den DWG rausnimmt, muss hinterher der Zündzeitpunkt eingestellt werden.

      Bietet sich natürlich an, die Dinge eventuell in einem Aufwasch zu machen. Man könnte ja mal bei kaltem Motor unter den DWG fassen und schauen, ob man ölige Hände bekommt ...
    • Schinderhannes schrieb:

      Wie kommst Du drauf, dass keine Verschlechterung eintritt, wenn man die Zündung jenseits des Optimums in Richtung früh verschiebt?
      Ich konnte bis jetzt nicht erkennen, warum die Zündung über das Optimum hinaus verstellt werden sollte. Die Angabe von 14°vOT ist eine Zahl / Angabe. Es ist doch aber so, dass ein gesamtes Zündkennfeld hinterlegt ist. Mangels eines Klopfsensors, wird doch eh eher konservativ in Richtung Volllast abgestimmt sein. Damit kommt man mit den 4° bestimmt noch nicht zuweit über das Optimum hinaus, dass man das ernsthaft merken kann.
      Signatur
    • Richtig, es ist ein Kennfeld hinterlegt, so dass ich über den ganzen Drehzahlbereich eine Verstellung von beispielsweise 2 Grad erreiche.
      Um Niedrigdrehzahlklingeln zu vermeiden, ist er untenrum konservativ abgestimmt.
      Im oberen Bereich haben sie aber wenig verschenkt und den Motorschutz über stark anfettendes Gemisch realisiert.
      Wer das überlisten will, baut einen schneller getakteten Quarz ins Steuergerät. Wenn das Steuergerät schneller taktet,
      muss der Motor auch schnelller "takten" um Drehzahlbegrenzer oder das starke Anfetten zu erreichen.

      Und jetzt mal ein Hinweis in eigener Sache: Ich muss es ja nicht persönlich nehmen, wenn man mir die Fähigkeit abspricht, ein "zähes Ausdrehen" zu diagnostizieren.
      Aber mal so als Gegenfrage: Welcher Indikator ist zuverlässiger, ohne Messgeräte?

      - Hui, der hat ja untenrum richtig Drehmoment gewonnen.
      - Der ist jetzt reichlich unwillig, die Nenndrehzahl zu erreichen. Und in den Drehzahlbegrenzer schaffe ich es gar nicht mehr.

      Die fehlende Drehfreude ist von genug NA-Fahrern beobachtet worden. Warum das Ganze anzweifeln, wenn man's selber noch nicht rausgefahren hat?
      Und ich halte es für unwahrscheinlich, dass es denen die Relationen verschoben hat, nur weil beim letzten Ampelstart das Drehmoment so eindrucksvoll war.
      Im Prinzip würde ich mir doch lieber in die Tasche lügen und sagen "Passt" so.
      Aber gefühlt verschenkt man bisschen was untenrum, wenn man den Kompromiss sucht, der obenrum nichts kaputt macht.
    • Schinderhannes schrieb:

      Und jetzt mal ein Hinweis in eigener Sache: Ich muss es ja nicht persönlich nehmen, wenn man mir die Fähigkeit abspricht, ein "zähes Ausdrehen" zu diagnostizieren.
      Aber mal so als Gegenfrage: Welcher Indikator ist zuverlässiger, ohne Messgeräte?
      Es tut mir leid, falls du das Gefühl hattest, dass ich deine Kompetenz in Frage gestell habe. Das war mitnichten meine Absicht noch entspricht das meiner Meinung zu dir.
      Du hast völlig Recht, ohne Messgerät bleibt es eine subjektive Wahrnehmung.
      Ich wollte lediglich darauf hinweisen, wie diese zustande kommen kann, da mir der technische Hintergrund jedenfalls nicht in diese Richtung einleuchtet, dass tatsächlich eine objektive Verschlechterung eintritt.
      Dazu müsste jetzt mal jemand mit und ohne Anpassung der Zündung unterschiedliche Beschleunigungen fahren und diese messtechnisch festhalten.

      Schinderhannes schrieb:

      Richtig, es ist ein Kennfeld hinterlegt, so dass ich über den ganzen Drehzahlbereich eine Verstellung von beispielsweise 2 Grad erreiche.
      Hier würde ich z.B. recht gern verstehen, wo du jetzt die 2° herholst. Oder vielleicht kannst du mir auch erklären für was die Angabe der Verstellung von 10° auf 14°vOT steht? Bedeutet das, dass das gesamte Kennfeld eine generelle Verschiebung von 4° erfährt oder ergibt sich daraus ein Faktor ... ?
      Signatur
    • Och danke für die Blumen, "Kompetenz" ist zuviel der Ehre.

      Die Motoren beim NA sollen ja streuen und der 1.8er gilt sowieso als weniger drehfreudig.
      Meiner macht mir einen "zähen“"Eindruck.
      Wie gut der zum Begrenzer marschiert, das lässt sich gut einschätzen und die Änderung ist so deutlich spürbar, dass man’s nicht ins Reich der Einbildung schieben muss.

      Mir sind mehrere NA-Fahrer bekannt, die bei 2 Grad Verstellung "hängengeblieben" sind.
      Während mein Kompromiss bei 1 Grad liegt. Rein von der Drehfreude her wäre mir 0 am Liebsten, aber dann fehlt eben unten bisschen Drehmoment.
      Das vielleicht auch bei 2 Grad noch schöner wäre. Aber ... Kompromiss.

      Zum technischen Hintergrund: Die Motorsteuerung braucht die Information, wo der Kolben gerade steht.
      Die bekommt sie vom Drehwinkelsensor, der hinten auf der Nockenwelle sitzt.
      Wenn ich den verdrehe, betreibe ich Vorspiegelung falscher Tatsachen, die Motorsteuerung glaubt, der Kolben ist oben, dabei ist er beispielsweise noch 2 Grad davor.

      Um den Drehwinkelgeber richtig einzustellen geht man vor wie folgt:
      Leerlauf auf 850 rpm einstellen. Motor muss im Einstellmodus sein, also Kabelbrücke in Diagnosebuchse.
      Jetzt wird laut Kennfeld mit 10° Vorzündung gefahren.
      Durch Verdrehen des Drehwinkelgebers kann man den Zündzeitpunkt so einregeln, dass man mit einem Stroboskop die 10°-Markierung an der Kurbelwelle anblitzen kann.

      Habe ich den DWG um 2 Grad verdreht, wird der Motor in allen Lebenslagen diese 2 Grad früher zünden.

      Und wenn man den Erfahrungen mehrerer NA-Eigner Glauben schenken will:
      Jenseits davon verlässt man das Optimum, was die Leistung bei hoher Drehzahl betrifft.

      Beim NB gibt's auch entsprechende Erfahrungen, aber hier ist der Aufwand größer, weil man den Kurbelwellensensor versetzen müsste.