Darf ich vorstellen: Maria

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    • Freesky wrote:

      Egal , ob man seinen Hobel wie Max so toll in Eigenregie wieder herrichtet, oder ob man in einen weniger gut restaurierten Mixxer einsteigt und losfährt. Es immer wieder schön und macht richtig Spass mit diesem Spassmobil durch die Gegend zu rauschen , cruisen oder was auch immer. :)
      Das glaube ich sofort^^
      Nur ist's bei mir nicht komplett Eigenregie (Hilfe vom Vater, und die Felgen sowie Schweißen, Karosserielack und Konservierung wurde von Dritten erledigt) :)

      Max
      Mein 1994er MX5 1.8 "Maria": Darf ich vorstellen: Maria
      Im internationalen Forum: forum.miata.net/vb/showthread.php?t=636786
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      Bei mir sieht die USB Lösung so aus, nachdem ich keine elektrischen Fensterheber habe.
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    • indians66 wrote:

      Bei mir sieht die USB Lösung so aus, nachdem ich keine elektrischen Fensterheber habe.
      Zu beginn hatte ich mal erwogen das Panel mit den Schaltern für Spiegel und Heckscheibenheizung hochzulegen (wiedersehen Radio) und die Fensterheber mit "Retro-Schaltern" darunter zu platzieren.
      Jetzt bleiben sie aber an ihrem originalen Platz, hab ja genug andere Orte für USB gefunden.


      Weiter gehts mit dem Aufholen...
      Am 5. Februar über eine Stunde gefahren zum nächsten Mazdahändler, um ein paar Schrauben zu bekommen die IL nicht hatte und die sich auch im freien Handel nicht anfanden.
      Dann nochmal circa 30 Minuten raus aufs Land nach Schleswig Holstein, auf ein kleines Gehöft wo Maria die Konservierungsbehandlung bekam.
      Ich rolle auf den Hof, sehe den Mercedes der den Trailer gezogen hatte und einen Trabbi im Checker-Cab-Design.
      Hier bin ich richtig :)
      Angeklopft, die Tür des (ehemaligen) Stalls geht auf, ich werde begrüßt und sehe den MX5 "endlich" wieder:



      Die Behandlung ist fast fertig, mit Hohlraumkonservierung und Unterbodenschutz ist Maria 11 Kilo schwerer.
      Der Unterboden hatte drei Dellen gehabt von falsch angesetzen Wagenhebern/Hebebühnen, die wurden alle rausgezogen und sind spurlos verschwunden und die Stellen von neuem Unterbodenschutz verdeckt.


      Nachdem TimeMax über 1500€ veranschlagt hatte bin ich hier mit FluidFilm mit etwa einem Drittel davongekommen.
      Halten sollte es trotzdem, und es wird regelmäßig nachgeguckt und gegebenenfalls nachgebessert.
      Außerdem gibt es einen Beleg über die Konservierung für die Unterlagen, so kann nachgewiesen werden wer wann was in/auf das Auto gesprüht hat.

      Während ich um das Auto herum und drunter hindurchschlich und diverse Fotos für die Dokumentation machte wurde der vordere Querträger, nachdem er von Roststellen an den Schrauben befreit worden war, noch neu grundiert.



      Nach einem kurzen Blick in die Scheune mit der Privatflotte des Herrn (Golf 1 Cabrio, Plymouth Fury Grand Sedan, Lincoln Town Car Stretchlimousine, VW T4, u.a.) ging es wieder auf den Heimweg, mit einem kurzen zwischenstopp beim Schwedischen Möbel-und-HotDog-Haus ^^ für eine elterliche Rückgabe.
      Damit war Maria ein paar Minuten vor mir wieder bei mir daheim, und so konnte ich wieder nicht das fahren übernehmen :(



      Hier zeigt sich ein Nachteil der Behandlung, die ganze Karosse ist mit einem Fettfilm überzogen (FluidFilm basiert auf Schafswollfett), man muss sich also genau überlegen wann man wo anfässt.

      Zurück in der Garage blieb noch etwas Zeit übrig, also machten wir uns an die beiden verbogenen Halterungen die (vermutlich) für die Verkleidung unterm Motor/unter dem Kühler da sind, von denen eine auch noch die Reste einer abgerissenen Schraube trug :whistling:
      Links:

      Rechts:

      (Entschuldigt das verwackelte Bild)

      Der Linke ließ sich recht einfach wieder geradebiegen (Japan-Blech ist manchmal wirklich etwas weich), der Rechte war etwas aufwendiger.
      Nach einigen verfehlten Versuchen, und der Erkenntnis das eine Bohrmaschine ohne Gegendruck relativ wertlos war wurde aus der runden Schraube ein eckiger Bolzen geformt, das ganze Blech wurde herumgebogen bis die Schraube waagerecht war, und dann ließ sie sich mit der Zange herausdrehen.



      In den letzten Minuten des Tages (gerade einmal dreißig Minuten hinterm Zeitplan) wurde das Blech wieder in die richtige Stellung gebogen, und dann noch schnell zum Schleifpapier gegriffen um die beiden "Beulen" (eigentlich Stoßstangenhalter) anzuschleifen und mit Verdünnung zu entfetten, damit sie nach einer Nacht auf der Heizung lackierfertig sind.

      Erinnert sich noch jemand an meinen Eintrag vom 13. Juni 2018?

      Max wrote:

      Dann das Öl ablassen, (testen,) ggf. spülen und neues Öl einfüllen, den Motorraum wieder zusammenpuzzeln und das neue Verdeck mit den neuen Spannseilen montieren.
      Und dann gehts an die Montage golly .
      Ja....war nix. :D
      Aber jetzt ist tatsächlich so langsam Land in Sicht.

      Max
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    • der Hammer
      11kg für die Fettbehandlung !
      klebt der Motorraum jetzt auch ?
      darfst du Werbung für die Fettkur machen ?
      hast du eine Tel Nr von dem Mann ?

      btw
      machst du das Verdeck selbst ?
      ansonsten gibt es in Norderstedt einen Verdeckmeister für MX5
      der ist sehr zu empfehlen
    • @Max
      Großen Respekt und Hut ab vor der ganzen Arbeit und Kohle, die du in dein Maria-NA-Projekt investierst! :thumbup:
      Vor allem so viele Reparaturen und Änderungen in Eigenregie und dabei keine halben Sachen.
      Wenn Maria mal fertig ist, kann man sie bestimmt auch als Neuwagen in den Showroom stellen. :thumbsup:
      Das musste einfach mal gesagt bzw. geschrieben werden! ;)
      Gruß Carsten

      Was auf die Ohren von BBK :D : youtube.com/watch?v=QTC2JKJZfow'

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    • HCL wrote:

      klebt der Motorraum jetzt auch ?

      darfst du Werbung für die Fettkur machen ?

      machst du das Verdeck selbst ?
      ansonsten gibt es in Norderstedt einen Verdeckmeister für MX5
      Der Motorraum selbst nicht, aber die Hohlräume drumherum haben natürlich Fett abbekommen.
      Dadurch ist n bisschen was auf den Teilen im Motorraum gelandet (Krümmerblech, Ventildeckel, etc), das hab ich beseitigt.
      Die Fettkur selbst ist nix besonderes, ganz normales FluidFilm-Material, und der Unterbodenschutz ist auch von denen (weiß gerade nicht wie die das nennen).
      Verdeck werde ich wohl selbst draufstecken, aber ich hab ja jetzt den Kontakt von deinem Experten falls ich's nicht hinbekomme.


      Wo waren wir....
      7. Februar.

      Am Vortag hatte mein Vater den Querträger lackiert, und während er sich in der benachbarten Garage daran machte die Stoßstangenhalterungen zu lackieren begann ich die Verzurrösen von altem Lack und Unterbodenschutz zu befreien.





      Während die grundierten Halterungen vor sich hin trockneten packte ich die neuen Lampenringe aus (die Alten waren wirklich nicht mehr schön), steckte sie auf die aufgearbeiteten Scheinwerfer, und konnte alles zusammenschrauben:





      8. Februar.
      Die Stoßstangenhalterungen sind lackiert, von innen mit FluidFilm eingeschmiert und mit neuen Schrauben montiert.
      Sieht doch gleich viel besser aus:




      Als nächstes ging es um das Luftgitter, das in der Frontschürze vorm Kühler sitzt.
      Leider war bei meinem eine Halterung abgebrochen, aber die 60€ fürs Neuteil wollte ich doch gerne sparen.
      Also ein Stück Metall abgemessen, zugeschnitten, zum Winkel gebogen, passende Löcher gebohrt, das abgebrochene Stück entsprechend mit Bohrungen versehen und das Gitter geflickt (im montierten Zustand nicht zu sehen):


      Selbst das Teil selbst war überrascht, dass das funktioniert hat :D


      Es fehlten ein paar Schrauben für die Montage der Frontschürze, und da IL wie üblich sehr selbstbewusste Preise verlangte fand ich passende Schrauben im Fundus, und adaptierte sie mit einer zugeschnittenen Metallbuchse.
      Wieder ein paar Euro gespart.


      Die linke Scheinwerferabdeckung war komplett verbogen/plattegedrückt, da hatte wohl jemand was schweres drauf abgestellt.
      Einigermaßen zurechtgebogen so dass ich die Abdeckungen beide montieren konnte.
      War keine komplette Katastrophe, aber weit weg von gut.
      Vor allem links, beim selbstgebogenen Lampendeckel, waren die Spaltmaße auf Lada-Niveau, und passten nicht im Geringsten zur anderen Seite:



      Den beschädigten Deckel wieder heruntergenommen, weiter dran herumgebogen, die Haube gelöst und ein wenig justiert, und immer wieder getestet.



      Kleine Nuss als Größenvergleich, schon besser als am Anfang.
      Aber noch lange nicht fertig.
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    • Schleifen und kratzen hatte an den "Babyzähnen" (Verzurrösen) nicht wirklich das gewünschte Ergebnis gebracht, also entschied ich mich dazu unseren (etwas schwachbrüstigen) Kompressor dazu zu zwingen so gut wie es ging als Sandstrahlgerät zu arbeiten.
      Vorher:




      Der Aufbau im Garten war derselbe wie beim letzten Mal, bis auf einen Karton der die Sauerei ein wenig begrenzen sollte (funktionierte nicht, also wurde das Teil wieder an den Zaun geschraubt):


      Ergebnis:





      Nicht gut, aber nach etwas mehr abschleifen war's gut genug um lackiert zu werden.

      In der Zwischenzeit kamen die Lampenkappen wieder vom Auto.
      Der linke hatte zwei Knicke im Blech, die ich vorsichtig herausarbeiten musste.
      Legt man beide Lampendeckel nebeneinander kann man den Unterschied in der Krümmung erahnen:


      Mit den Knicken raus und der Form einigermaßen angeglichen kamen die Deckel zum gefühlten 100. Mal ans Auto, immerhin passten jetzt schonmal die (aufgearbeiteten) Plastikverkleidungen an die Scheinwerfer.



      Mit Haube zu und den Lampen unten sah das ganze von weiter weg schonmal ganz okay aus:


      Aus der Nähe....weniger.


      Max
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    • 10. Februar

      Ein paar Schrauben durch neue (aus dem Baumarkt) ersetzt, war günstiger als neu kaufen und die Dinger werden nie wieder rosten.


      Da ich keine Lust hatte mich schon wieder nur mit Spaltmaßen herumzuschlagen hab ich den Tankdeckel aufpoliert und wieder montiert, die fehlenden Gummistopfen (für die ILM 1,62€ das Stück verlangt) stammen bei meinem jetzt vom BMW Z3 (lagen noch im Fundus herum).
      Passen genauso gut, und halten den richtigen Abstand ebenfalls ein.




      11. Februar:
      Den Wagenheber (und speziell die Kurbel desselben) angeschliffen, und die Sticker abgeklebt.



      Zusammen mit den Babyzähnen und ein paar Leisten neu lackiert, und zum trocknen aufgehängt.
      Hat super funktioniert, und sogar der Sticker hat überlebt:



      Während die Teile trockneten noch kurz die hintere Stoßstange montiert, und dann ging mir auch schon wieder die Zeit aus :(


      Max
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    • 12. Februar

      Die neu lackierten Verzurrösen waren endlich getrocknet, also zogen die als erstes wieder ein.


      Die hinteren sind nicht ganz einfach zu erreichen, und da wegen der kalten Temperaturen der Unterbodenschutz noch nicht ganz ausgehärtet war verbrachte ich eine Menge Zeit damit Handschuhe zu wechseln und die zähe Klebmasse von meinem Werkzeug zu zupfen.
      Mit den Ösen an ihrem Platz ging die Montage der Front noch etwas weiter, der alte Styroporblock kam wieder auf die vordere Stoßstange, jetzt von neuem Klebeband gehalten (das gelb-braune Original war in der Hand zerbröselt).

      Die Spiegel wurden wieder am Auto montiert, und (nachdem ich den Stecker einigermaßen von Hohlraumfett befreit hatte) funktionierten tadellos.
      Eingeweiht wurden sie, in dem ich konstant an den Dingern hängen blieb facepalm


      Haube zu, sieht wieder ein wenig besser aus :)



      13. Februar

      Eine weitere Runde neuer (rostfester) Schrauben, und nachdem ich eine gefühlte Ewigkeit versucht hatte den Wischwassertank zu putzen (mit Wasser, Draht, Flaschenbürste und Schraubenzieher) kam er in seine neuen (und trotzdem neu lackierten) Halterungen und dann unters Auto.



      Zum Vergleich, so sah die Ecke aus bevor ich den Tank damals (25.6.2017) beim "Ausbau" (Fußtritt) aus:



      Mit dem Tank an seinem Platz und angeschlossen zog die Frontschürze (auf zwei Malerböcken) ein, und wurde erst zusammengesetzt und dann am Auto montiert.
      Leider fiel beim "zurechtruckeln" auf das die Fassung am linken Blinker defekt war, also zog er nochmal aus damit die Fassung repariert werden konnte.
      Somit saß die Schürze am Tagesende 1A am Auto, aber leider ohne Lampen.



      Max
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    • Mit dem Wagenheber hast du mich überzeugt, du bist echt nen verrückter Typ, aber natürlich im positivem sinne. Wir sind alle gespannt auf
      deine erste Ausfahrt mit deinem "fast" Neuwagen und hoffen das du am Ball bleibst und uns hier weiter mit Infos versorgst.
      Zu den Lampendeckeln, selten einen MX5 gesehen wo es gut war.
      meine waren auch völlig verbogen, da half nur Ersatz. Aber auch jetzt nicht perfekt also... ich teile dein Leid ;)
    • 14. Februar

      Unten am "Kühlermaul" die Befestigung erneuert, und die Clips (die etwas verschlissen waren) durch eine andere Lösung ersetzt die orginal aussieht, und die Fassung am Blinker repariert (und den Dichtring ersetzt), damit die Blinkerlampen wieder in die Schürze konnten.
      Ich weiß, die Reparatur ist nicht professionell, und wird auch bei nächster Gelegenheit geändert.
      Aber die Lampe hält, und wasserdicht ist auch alles.


      15. Februar
      Die Ansaugung abgebaut, das Kühlwasser abgelassen, und aus der Garage geflohen.
      Das Zeug stank als wäre es seit 1994 da drinne, zusammen mit ein paar toten Fischen.


      18. Februar
      Das Gaspedal entrostet und schwarz lackiert, und die Verkabelung final aufgeräumt bevor das neue Radio einzieht.

      21. Februar
      Den Wagen angelassen und warmlaufen lassen, um zu sehen wie es die Schläuche beeinflusst und den Kühler (der angeblich tot ist) zu prüfen.
      Ergebnis: Die Schläuche bleiben steinhart und der Kühler ist dicht.
      Den Großteil der Zeit dann damit verbraucht die Kühlschläuche zu demontieren.
      Manche gingen so ab (mit etwas Hilfe vom Heißluftföhn und einer Spritze mit Seifenwasser), aber die meisten musste ich aufschneiden.
      Mein Vater hat mir geholfen einige der Schläuche freizulegen, und nachdem erst die Motorstütze beim Ölfilter gehen musste kam auch dieser Kasten heraus:


      Das ist der Nockenwellensensor, der der Zündung sagt wann der Funken kommen muss.
      Leider hatten wir ihn demontiert ohne zu markieren wie er eingestellt war facepalm
      Außerdem...Mazda=Mitsubishi?

      :huh:


      Weiter ging's erst am 26. Februar:
      Diverse Schläuche und Kabel hinterm Motor mussten weg, um an die kleinen Schläuche zu kommen die von der Heizung zum Motor bzw. zum Ölkühler/Ölfilter laufen.
      War nicht ganz einfach da hinten dranzukommen, aber 9 von 10 Schläuchen zu tauschen wäre ja auch irgendwie eher mäßig schlau.




      Währenddessen ließ ich unten das Öl ab, und schaute mir schließlich die Leitungen an auf die die neuen Schläuche aufgesteckt werden würden.
      Die sahen nicht gut aus....


      Ersatz ist teils nicht möglich und garantiert nicht im Budget, als wurde vorsichtig mit verschiedenen Körnungen abgeschliffen und dann etwas eingefettet.


      28. Februar
      Als nächstes waren Lichtmaschine und Ölfilter dran.
      Mangels Motorstütze war unterm Motor genug Platz (bei meinem MX5 wird der Hauptbolzen der Lima nach hinten entfernt, frühere MX5 haben ihn anders herum montiert), und nach einem Bad in WD40 ließ sich der Bolzen lösen und die Lima war recht schnell ausgebaut.
      Sah noch okay aus (innen drin, aber die sieht man ja nicht so oft, daher hab ich sie optisch so gelassen), lief glatt und ruhig, darf also später so wieder einziehen.
      Mit der Lima ging auch der Riemen, der doch schon erste Risse zeigte.


      Der Ölfilter leistete erheblich mehr Widerstand, von der Filterzange wollte er nix wissen und eine extra angeschaffte Filter-Nuss für die Knarre drückte nur die Ecken im Gehäuse an denen sie drehen soll rund.
      Meine Geduld war schneller vorbei als der Filter sich lösen wollte, am Ende gewannen Schraubenzieher (ein Uralt-Exemplar aus dem Nachlass von meinem Großvater, stabiler als alle die ich so rumliegen habe) und Hammer gegen stures Blech.
      Nebenwirkung, er sah aus wie mit dem Kleinkaliber bearbeitet:



      Mit dem Filter aus dem Weg kam ich vernünftig an die letzten beiden Schlauch-Verbindungsstellen heran und konnte die reinigen, behob noch ein paar Spritzer Unterbodenschutz und konnte den Bereich als montagefertig abhaken.


      Max
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    • Sehr gut, geht voran. Den Kühler würde ich trotzdem tauschen, der mag zwar noch dicht sein aber wenn sich die Wasserkästen in Richtung braun verfärben dauert es meist nicht mehr lange und die platzen ohne Vorwarnung, gerade am Freitag wieder gehört. Die Schlauchstutzen mit Fett einzuschmieren ist auch nicht so optimal da Fett/Öl deine Gummischläuche mit der Zeit zersetzt bzw weichmacht.

      Gruß Holger
    • KawaZ1000 wrote:

      Die Schlauchstutzen mit Fett einzuschmieren ist auch nicht so optimal da Fett/Öl deine Gummischläuche mit der Zeit zersetzt bzw weichmacht.
      Das genutzte Fett ist u.a. fürs Einsetzen von Bremskolben gedacht, wo ja auch Gummi sitzt (Staubmanschetten), und soll Gummi angeblich nicht angreifen.

      2. März
      Nach derzeitigem Zeitplan der letzte Monat, ich will noch diesen Monat zumindest eine Probefahrt machen.
      Mit Zündbox und Nockenwellensensor aus dem Weg kam der Ventildeckel runter, hauptsächlich um den Zahnriemen zu kontrollieren nachdem der Keilriemen austauschreif gewesen war.
      Der Keilriemen durfte bleiben, und auch unterm Ventildeckel sah alles okay aus, bis auf großzügig verteilte Dichtmasse (welche eigentlich auf 6 Stellen begrenzt sein sollte).



      Wo der Ventildeckel schon mal runter war entschied ich mich aber noch etwas gegen das verwitterte Aussehen zu machen.
      Lackieren gefiel mir nicht, strahlen und versiegeln passte mir weder zeitlich noch finanziell in den Plan, also blieb nur aufbereiten.
      Gründliches abschrubben interessierte die Verschmutzungen absolut nicht, stattdessen rückte ich dem Ventildeckel in 2 Durchgängen mit Nitroverdünnung zu Leibe, was schon mal ganz gute Ergebnisse zeigte.
      Auf der Fläche nutzte ich Lappen und Nylonbürste, für die Beschriftung und rund um die Schrauben kam eine alte Elektrozahnbürste zum Einsatz.
      Natürlich ist das Resultat nicht wie neu oder wie lackiert, aber doch eine deutliche Veränderung zum Besseren.



      Am 4. März durfte neues Öl in Differential und Getriebe, mangels einer guten Pump-Lösung musste ein langer Schlauch reichen.
      Am Differential reichte es den zwischen Karosse und Heckstoßstange hindurchzuleiten, am Getriebe war die Verlegung etwas aufwendiger.
      Von Oben am Motor vorbei zwischen Block und Lenkung hindurch an der Kupplung entlang (bloß nicht bergauf) und dann herum bis zum Einfüllstutzen.
      Zum Glück hatte ich jemand zum Flasche halten.
      Das Getriebe schwimmt bei meinem MX5 jetzt in Castrol Syntrans Transaxle 75W-90, das Differenzial bekam Syntrax Limited Slip (Obwohl ich kein Sperrdifferential habe, aber das Öl war noch im Vorrat und wurde nicht gebraucht) 75W-140.

      Die Montage vom Motor musste auf das Eintreffen der Kühlschläuche warten, daher ging es im Innenraum weiter.
      Seit Juni 2017 hatten die Türverkleidungen im eigentlich trockenen Keller meiner Oma gelagert, leider war eine Pappe trotzdem etwas uneben :(
      Zudem waren auf der Fahrerseite diverse Schrauben die Türverkleidung und Schulterpolster verbinden aus ihren Plastikgewinden herausgebrochen.
      Die ansonsten neuwertigen Türverkleidungen auf den Schrott zu schicken kam nicht in Frage, also wurden die defekten Plastikgewinde auf eine gerade Bruchfläche heruntergefeilt und die Verbindung von neuen Schrauben mit Unterlegscheiben bzw. zugeschnittenen Buchsen übernommen.
      Hält bombenfest, und ist absolut unsichtbar.


      Die Folien wurden mit neuem (und etwas altem) Haftmittel wieder angebracht, und die Pappen ließen sich auch recht schnell anclipsen.
      Bei der Montage der Griffe fiel ein kleiner Riss in der Griffschale der Beifahrerseite auf, also wurde der Griff nochmal ausgebaut und die Stelle geklebt bevor sie wirklich bricht.
      Alles zusammengesetzt, montiert und wieder einen Schritt weiter mit der Montage :)



      6. März
      Am Vortag hatte ich die provisorisch montierten Gurtrollen ausgebaut und den Kabelbaum im Bereich Tank/Gepäckablage gelöst und beiseite geschoben, denn nun stand eine Arbeit an die mir schon beim Gedanken an sich ein klein wenig wehtat.
      Die Vorbereitung für den Überrollbügel.
      Jap, schön ins frisch restaurierte Blech flexen ;(
      Um beim Arbeiten und vor allem beim Probe-Stellen vom Bügel mehr Platz zu haben sollten die Fenster runter.
      Die Fensterheber hatten ja bereits Probeläufe bestanden, also schnell die Batterie angeschlossen, den Fensterheberschalter verkabelt, und die Fenster surrten auf Knopfdruck runter.
      Etwa zur Hälfte. höö
      Türpappen vorsichtig wieder runter (Plastikclips sind spröde und teuer), hier und da geruckelt, wieder versucht.
      Sie schaffen knapp 60 Prozent, egal welche Tricks wir versuchen (WD40, gelockerte Schienen, leichter Nachdruck).
      Irgendwann aus Ratlosigkeit in die Tür gegriffen, und...ja, das war die Lösung.

      Gestatten, das Kabel der Außenspiegel facepalm
      Die Fensterheber hatten ihren Probelauf absolviert bevor die Spiegel montiert waren, und mein Vater und ich hatten beide denselben Fehler beim Verkabeln gemacht und das Kabel versehentlich innerhalb der Schienen verlegt.
      Deswegen trat der Fehler auf beiden Seiten auf.
      Kabel gelöst, geglättet, Isolation auf Löcher geprüft (keine da), alles wieder verkabelt, Funktionstest durchgeführt (funktioniert alles tadellos), und die Türpappen wieder montiert.

      Dann kam der schmerzliche Teil.
      Den Bügel auf den Halteblechen platziert, und abgeschätzt wo die vorderen Rohre ihre Ausschnitte brauchen.
      Markiert, und einer Anleitung aus dem Internet folgend mit einer Blechschere angesetzt.
      Ergebnis: Schneidet kaum, und biegt beide Seiten des Blechs nach oben.


      Versuch Nummer 2, mit (mit Laken und Pappen abgedecktem Innenraum und) der Miniflex (eine richtige habe ich nicht zur Verfügung).
      Der Querschnitt war eine Sache von 2 Sekunden, der Längsschnitt war recht schnell gescheitert.
      Wie man sehen kann stoppt nämlich der Gurtturm recht schnell die Flex, indem die Schutzkappe an das Blech anstößt.


      Stattdessen kam der Multimaster zum Einsatz.
      Vibriert einem zwar die Hände tot, und leise ist auch anders, aber es funktioniert.



      Ich hatte mich bewusst für das Schneiden und gegen ein Ausbohren der Schweißpunkte entschieden, damit eine Orientierung bleibt wenn ich oder ein zukünftiger Besitzer irgendwann mal den Bügel entfernen und die Veränderungen rückgängig machen will.
      Zum Tagesabschluss wurden die Schnittfläche und die Kratzer noch überlackiert, und das war's leider für den Tag.


      7. März
      Den Innenraum auf der Fahrerseite abgedeckt, dieselben Schnitte wie auf der anderen Seite gemacht, und den Bügel probeweise ins Auto gestellt.

      8|
      "Den Bügel auf den Halteblechen platziert, und abgeschätzt wo die vorderen Rohre ihre Ausschnitte brauchen."
      Joa.
      Hab nicht gesagt das ich gut schätze....

      Den Ärger runtergeschluckt, und die Gurtrollen provisorisch wieder montiert um den Bügel genauer zu positionieren.
      Die originalen Buchsen der Gurtabroller passen natürlich nicht mehr, und da mir die beliebteste Lösung online (ein Stapel Unterlegscheiben) nicht gefiel entschloss ich mich nach ein paar mal messen und rechnen dazu die Buchse von einem Gurt so zuzuschneiden das sie auf beiden Seiten als kürzere Buchse Verwendung findet.



      Mal einen Schritt zurückgetreten, und das Gesamtbild angeschaut.


      Der Bügel zog wieder aus, die Schnittflächen und Kratzer wurden lackiert, und ich machte mich auf den Weg in den Baumarkt.
      Die federbelasteten Schellen der Kühlschläuche waren oft ausgeleiert und teils defekt, stattdessen ziehen jetzt geschraubte Schellen aus dem Sanitärbereich ein.
      Auf dem Heimweg hielten mein Vater und ich noch beim Schlosser, und ließen uns 4 Metallplatten zuschneiden.
      Der TR-Lane Bügel kommt aus England mit Gegenplatten für 2 der Standfüße, mit meinen Platten werden jetzt alle 4 Beine nicht nur mit dem dünnen Karosserieblech verschraubt.
      Die zwei restlichen Platten dienen als Abstandfüller, da mein Bügel genau 10mm zu schmal ist um bündig im Auto zu sitzen (und massive Stahlplatten vertrauenswürdiger sind als ein paar Unterlegscheiben).
      Es scheint als ob Bügel mit Gurtstrebe genau passen, und solche ohne öfters ein kleines Stück zu schmal sind.



      Max
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    • 8. März
      Die Stahlplatten, die links und rechts den Abstand zwischen Bügel und Gurtturm füllen, an ihre Plätze gesteckt, jeweils an einer Ecke etwas Dicke abgetragen damit sie trotz eines Schweißpunktes glatt aufliegen, die Schraub-Löcher des Bügels markiert, die Bleche wieder herausgefummelt und ab runter in die Werkstatt im Keller, wo Großvaters alte Standbohrmaschine steht.
      Keine Tempoeinstellung und kein Schraubblock, aber das geht schon gut.
      In 3 Schritten die Löcher gebohrt, und dann noch entgratet.
      Erzeugt massenhaft Lärm und Späne, hat aber funktioniert.


      Zurück in die Garage, Bügel wieder ins Auto, Platten an ihren Platz geklemmt, Sitz ins Auto gestellt und mit zwei Bolzen befestigt.
      Sitzprobe gemacht und siehe da, alles passt.
      Ich komm nicht mal beim Unfall an den Bügel, und den "Besentest" (mangels Besenstiel mit Brett) hab ich so auch bestanden.
      Sitz wieder raus, durch die Platten hindurch die Bohrungen in den Gurttürmen markiert, Bügel und Platten raus, Mitte der Bohrungen mit dem Körner markiert, und zumindest die vorderen Löcher gebohrt.
      Das Blech der Gurttürme ist dicker als ich gedacht hätte.
      Wegen dem Tank war an die hinteren Löcher kein herankommen, also doch einen Winkelbohr-Aufsatz gekauft und die restlichen Bohrungen zwangsläufig aufgeschoben.

      10. März
      Die Lichtmaschine montiert, alle neuen Kühlschläuche mit den neuen Schellen eingebaut, die neuen Keilriemen eingesetzt, den Kabelsalat hinter dem Motor wieder an seinen Platz gelegt, und die AGR-Leitung wieder verlegt, bevor Zündkasten und Nockenwellensensor wieder auf ihre Plätze durften.
      Das ganze 3x, bis ich alles richtig platziert und in der richtigen Reihenfolge montiert hatte.


      Ein Stecker gab sich besonders zickig, ich wusste wo er wohl hingehörte doch wenn ich eine Hälfte dort hatte kam die andere Hälfte nicht einmal in die Nähe.
      Es dauerte eine ganze Weile, doch am Ende war die Lösung relativ simpel.
      Irgendjemand hatte die Halterung mal übersehen, und stattdessen das "Problemkabel" mit Kabelbindern an irgendeinem anderen Kabel befestigt.
      Den Kabelbinder vorsichtig aus der Schlangengrube herausgeschnitten, die Halterung noch etwas zurechtgebogen und siehe da, passt.


      Zwischendurch hatte ich den Ventildeckel mit "AMBASSADOR" Polierpaste den Ventildeckel überarbeitet, und konnte dann, mit allen Kabeln platziert und verbunden, Dichtmasse auf die 6 vorgegebenen Stellen auf dem Zylinderkopf aufbringen, die neue Dichtung in den Ventildeckel einsetzen und den Deckel aufstecken, bevor er mit aufbereiteten Schrauben befestigt wird.
      Klar, sieht nicht aus wie neu (und die Kamera macht's irgendwie noch 10x schlimmer), aber doch eine deutliche Verbesserung.
      Ich bin zufrieden damit, und ja irgendwann bekommt die Ansaugbrücke dieselbe Kur damit alles wieder schön aussschaut.



      Zum Vergleich, so sah der Deckel vorher aus.




      11. März
      Kühlwasser eingefüllt, das Ansaugsystem aufgehübscht und wieder montiert, die Batterie angeschlossen, und mal den Schlüssel gedreht....


      Startet sofort, hält den Leerlauf, und das Kühlsystem hält soweit auch dicht.
      Das fördert die Vorfreude
      Mit dem Nockenwellensensor hatte ich wohl Glück, der Einbau mit dem Abdruck der Schraube als Orientierung passte wohl ganz gut.
      Den Motor laufen lassen bis die Temperaturanzeige auf 12 Uhr stand (selbst mit abgestöpseltem Lüfter wollte der Wagen nicht wirklich wärmer werden), aber immerhin wurde das Wasser überall durchgepumpt, der Öldruck war stabil und alles funktionierte tadellos.
      Die einzige alte Flüssigkeit im Auto gehört der Servolenkung, und da diese keinerlei Probleme macht habe ich einen Austausch erstmal aufgeschoben.

      12. März
      Meine Fensterschachtleisten sahen gut aus, aber nach einigem überlegen nicht ganz gut genug.
      Also hatte ich die alten Exemplare eingelagert (als Ersatz oder zum Verkauf), und neue Leisten gekauft.
      Mit denen am Platz (und geputzten Fensterscheiben ) sind die Türen schon so gut wie komplett.
      Nebenbei wurden auch Mautsticker und Umweltplakette entfernt, womit "Maria" wirklich aussieht wie neu, abgesehen vom Bügel hinter den Sitzen.


      Mit dem endlich eingetroffenen Winkelbohr-Aufsatz kamen dann die nötigen Löcher ins Blech, die im Tunnel zwischen Kofferraum und Innenraum waren zugegebenermaßen etwas schwer zu erreichen.
      Platzbedingt musste hier ein kleinerer, kürzerer Bohrer reichen als der sonst verwendete Zehner, also wurde erst gebohrt (in zwei Schritten), dann aufgefräst und zuletzt natürlich wieder entgratet.
      Einen eigenen Winkelbohrer braucht man nicht unbedingt, aber jedem der so einen Einbau vor hat empfehle ich, 15-20€ in so einen Aufsatz zu investieren.


      (Und keine Sorge wegen der Kratzer und blanken Stellen, um die wurde sich noch gekümmert).

      Bügel wieder rein ins Auto, Platten wieder eingesteckt, und alle Bolzen probeweise eingesetzt.


      Unter dem Auto zeigte sich ein Problem, die Gummidichtung einer Leitungsdurchführung (links im Bild) vertrug sich nicht mit TR-Lanes vorgefertigter Grundplatte.

      Alles abgemessen, auf der Platte markiert, und mangels ausreichend leistungsstarker Flex erst mehrere Bohrungen durchs Blech getrieben und diese dann mit der Flex verbunden (und den Schnitt natürlich noch abgerundet/geglättet, aber der "Bissabdruck" sah auf dem Bild interessanter aus).


      Als letztes die linke Gurtturm-Verkleidung ins Auto eingesetzt, und anhand des gekappten Halteblechs mit der Miniflex markiert wo die Verkleidung einen kleinen Ausschnitt braucht.



      Max
      Mein 1994er MX5 1.8 "Maria": Darf ich vorstellen: Maria
      Im internationalen Forum: forum.miata.net/vb/showthread.php?t=636786
    • Bezüglich Schlauchschellen: Hast Du da wirklich mit den originalen so schlechte Erfahrungen gemacht?
      Meine eigenen Erfahrungen sehen nämlich so aus, dass sich die Gummischläuche gerne noch etwas setzen und man daher die geschraubten Schlauchschellen beizeiten nachziehen sollte.
      Bei einem BMW hatte ich mal den Spaß, dass eine Schelle am Kühlerschlauch dreimal nachgezogen werden musste, bis endlich Ruhe war.
      Daher sehe ich die Mazda-Schellen positiv, die ziehen sich sozusagen von selbst nach.

      Bei geschraubten Schellen habe ich mir es daher angewöhnt, nach Reparaturen in der ersten Zeit häufiger nach dem Kühlwasser zu schauen.

      Viele Grüße
      Hannes
    • HCL wrote:

      der Hammer
      deine Berichte lesen sich wie ein guter Krimi......
      i love it :D
      Ein Krimi?
      Hmm....

      HCL wrote:

      rechne mal die Zeit zusammen die in diesem Projekt steckt !
      Lieber nicht :)
      Hab neulich mal ausversehen auf die Finanzliste geguckt, was aus "ich hab 3000 Euro. Ich kaufe einen MX5, wuchte ihn über den TÜV und hab Spaß" geworden ist.
      Aua. 8|

      Schinderhannes wrote:

      Bezüglich Schlauchschellen: Hast Du da wirklich mit den originalen so schlechte Erfahrungen gemacht?
      Meine eigenen Erfahrungen sehen nämlich so aus, dass sich die Gummischläuche gerne noch etwas setzen und man daher die geschraubten Schlauchschellen beizeiten nachziehen sollte.
      Schlechte Erfahrungen habe ich nicht, einige von meinen waren halt einfach nur hinüber, und dann dachte ich kann ich aufrüsten.
      Klar müssen die ein paar Mal nachgezogen/überprüft werden.

      So...
      Wo war ich stehen geblieben?

      13. März
      Vormittags die letzten Löcher gebohrt und entgratet, und dann mit der Miniflex an den markierten Stellen die Gurtturmverkleidung eingeschnitten damit sie um das senkrechte Rohr des Überrollbügels herumpasst.
      Aus irgendeinem Grund roch es parfümiert (und nach verbranntem Plastik), entweder das Parfüm der Erstbesitzerin hat sich im Plastik "festgesetzt" und die Hitze lässt den Geruch austreten, oder Mazda mischt ein paar echt lustige Sachen in den Kunststoff.
      Mit allen Löchern an ihrem Platz und glatt kam der Bügel wieder ins Auto, und die Kabel auf der Fahrerseite wurden neu verlegt.
      Mit ein paar aufgetrennten Bündeln und etwas Klebeband war das zum größten Teil eher zeit- als nervenraubend, nur für einen Massepunkt fehlte jetzt ein Loch (das alte wurde von den Bügel-Grundplatten verdeckt).
      Also den Bügel wieder raus (was immer schwieriger wird je mehr Kabel um die Füße herum befestigt werden), noch ein kleines Loch gebohrt und geglättet, den Bügel wieder rein, alle Kabel wieder positioniert und die Erdung verschraubt.
      Sah schon mal ganz okay aus, und sollte später komplett unsichtbar sein.

      Mit den Plastikverkleidungen für beide Seiten zugeschnitten und den Kabeln provisorisch verlegt ging es der metallenen Abeckung der Gepäckablage (eigentlich eher deren Boden) ans Blech.
      Einfach einscheiden und reinschieben ging nicht, selbst bei meinem Bügel, einem Exemplar ohne Gurtstrebe, konnte man das Blech dafür nicht weit genug kippen.
      Die Lösung laut Onkel Google?
      Einfach auf beiden Seiten einen breiten Streifen wegschneiden.
      Nee, lass mal nicht machen.
      Ich wollte möglichst viel Blech erhalten, damit man später nicht irgendwas auf dem Teppich ablegt und eine Falltür entdeckt....
      Also Plan B.
      Mit der Flex einmal längs durch die Mitte =O
      Genau genommen ging der Schnitt knapp außermittig (um einen Befestigungspunkt vom Teppich zu retten), aber dann auch wirklich gerade durch.
      War reichlich laut und stank zum Himmel (die aufgeklebte Dämmatte mochte die Funken der Flex nicht), aber ging relativ schnell.
      Dann einfach eine Hälfte genommen, unter den Bügel gelegt und 2-3x abgemessen wo die Standbeine vom Bügel hinwollen.
      Alles anzeichnen, nochmal kontrollieren, Abdeckung wieder raus aus dem Auto und die markierten Flechen ausschneiden.
      Stellprobe, passt.
      Sah aber etwas eigenwillig aus (der vordere Einschnitt täuscht, da das Blech um die Kurve geht wirkt das Loch größer als es ist).



      Platte wieder aus, alle Schnittkanten entgratet und die ausgefranste Dämmwolle einigermaßen glatt abgeschnitten.


      14. März
      Morgens als erstes die zweite Hälfte der Abdeckung zugeschnitten, auf dieser Seite musste ich tatsächlich nach dem ersten Ausschneiden nachbessern.
      Beide Hälften probeweise im Auto platziert, Passform überprüft, bei der linken Hälfte die Kanten entgratet und die Flex sowie die Abdeckungshälften erst einmal beiseite gelegt.
      Die paar Schnitte zur Anpassung der Platte sowie der Zuschnitt der einen Grundplatte hatten übrigens 3 Scheiben der Miniflex verbraucht, also ist das Ding wirklich nicht für größere Aufgaben bestimmt.
      Mit den eng bemessenen Ausschnitten musste ich mir genau überlegen wie und in welcher Reihenfolge ich die Teile alle montiere, und so zog die mittlere "Schicht" als erstes ein.
      Die Gurtturmverkleidung ließ sich unter den im Auto stehenden und nur loose verschraubten (also noch beweglichen) Bügel einfädeln, und musste rein bevor der Bügel richtig festgeschraubt wird.
      Mit der Verkleidung an ihrem Platz, der kleinen Klammer an der Gurtdurchführung entfernt und dem vorderen Stift (nahe der Tür) nicht in seinem Bestimmungsort in der Karosse konnte man noch an alle Schrauben herankommen.
      Zuerst zog der Bolzen der Gurtumlenkung mit seiner noch einmal etwas überarbeiteten Buchse ein, anhand dessen ob er sich drehen ließ oder verkantete konnte ich sehen ob der Bügel richtig stand.
      Die Platten und ein paar Schrammen sowie alle Bohrungen bekamen ein paar Spritzer FluidFilm als Rostschutz, die Plastikverkleidung auf der anderen Seite zog ein, und dann wurden die Bolzen "handfest" angezogen um ihn provisorisch zu fixieren und die genaue Position zu bestimmen.
      Für die Bolzen die in die Gurttürme gehen musste ich eine Hand zwischen Blech und Plastikverkleidung hindurch in den Hohlraum zwängen in dem sonst die Gurtrolle steckt, eine der weniger bequemen Phasen dieses Projekts.
      Ach, und Mazda, ihr habt da ein paar scharfe Kanten vergessen.
      Mit dem Bügel an seinem finalen Platz wurden alle Kabel final verlegt, und die auf der Fahrerseite bekamen noch eine Portion Isolier-Klebeband um einen Stecker vom Klappern/Dröhnen abzuhalten.
      Nicht schön, aber absolut funktional.


      Mit der Hilfe von meinem Vater (eine Person schraubt, die andere hält auf der anderen Seite die Mutter fest) wurden die seitlichen Bolzen festgezogen, was für mich hieß mein Arm musste noch 2x in den Gurtturm, dieses Mal zusammen mit einem gekröpften Ringschlüssel den ich auch noch richtig gut festhalten musste.
      Einmal habe ich es geschafft abzurutschen ( facepalm ), natürlich mit ordentlich Schwung.
      Mazda, da habt ihr noch mehr Kanten nicht entgratet :thumbdown:
      Mal gucken ob man morgen auf den blauen Flecken die Schweißpunkte zählen kann....
      Die Bolzen die senkrecht ins Radhaus gehen waren deutlich pflegeleichter, allerdings wich die extra angefertigte zweite Grundplatte großen, massiven Unterlegscheiben, da die Platte vorne und hinten nicht passen wollte.
      Leider musste alles nochmal einen Schritt zurück, da es auf der rechten Seite gelungen war die hintere Spitze der Gurtturmverkleidung beim Einschieben in ihre Position in den winzigen Spalt zwischen zwei mit Schweißpunkten verbundenen Blechen zu klemmen.
      Ganz ausbauen wollte ich den Bügel nicht, also nur minimal angehoben und mit zwei Schraubenziehern und sachter roher Gewalt das Plastik befreit.
      Danach ein paar Mal reihum alle Bolzen richtig festgezogen, der Bügel geht nirgendwo hin.
      Vorsichtig die Vorderseite der linken Gurtturmverkleidung nach innen gebogen (deshalb die fehlende Klammer und der nicht eingesteckte Stift), und die Gurtrolle erst zurück in ihren Plastiküberzug und dann beides zusammen in den Gurtturm gesteckt und verschraubt.
      Passt und funktioniert, also rechts wiederholt, und dann auf beiden Seiten die Gurtturmverkleidung richtig eingeclipst und montiert.
      Mit der Plastikverkleidung an ihrem Platz wurde die Stromversorgung für das Hardtop (Heckscheibenheizung) wieder verlegt, auch wenn ich nie mit meinem Hardtop fahren werde wollte ich nicht die leere Blechklammer hinten "herumstehen" haben.
      Dann noch kurz die anderen Kabel so verlegt das sie unter der Plastikverkleidung versteckt verlaufen, und entschieden wo der hintere USB-Anschluss (für Strom) hin soll und dessen Kabel (noch ohne Buchse) entsprechend verlegt.
      Zuletzt die rechte Hälfte von der Gepäckablagenabdeckung genommen, und mal probeweise eingesteckt.
      Sieht doch schon ganz okay aus, und die Schnittkanten verschwinden ja später unter dem Teppich.


      Der Bügel ist definitiv final installiert, beim nächsten Mal wird das Blech befestigt, die Verkabelung abgeschlossen und der Teppich zugeschnitten und installiert.
      In der Zwischenzeit hatte ich zwei verschiedene Buchsen für das Armaturenbrett gekauft, jeweils mit integriertem Umwandler, und keine von beiden passte.
      Eine war zu breit, die andere ragte viel zu weit heraus.
      Jetzt werde ich wohl eine Lösung mit separatem Umwandler basteln, damit das Armaturenbrett zusammengesteckt werden kann.
      Sobald das passiert ist können Teppich und Mittelkonsole wieder ins Auto, und dann steht dem Abschluss des Innenraums (Sitzmontage) nur noch das Verdeck im Weg.

      Max
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    • 17. März:
      Mit dem Bügel an seinem Platz und den Gurten installiert wächst der Innenraum langsam zusammen, allerdings passen wegen der Laschen vom Bügel die Verkleidungen für die Gurt-Umlenkrollen nicht.
      Da es für mich keine Option war ohne die Abdeckung zu fahren habe ich die Kappen etwas gekürzt, wenn man kein Original danebenhält sieht man es meiner Meinung nach nicht einmal das dort manipuliert wurde:



      18. März
      Gurte, Bügel und Bleche (vorläufig) drin, Zeit für eine Aufgabe auf die ich relativ wenig Lust hatte.
      Den armen, makellosen Teppich zerschneiden ;(
      Denn man sieht ja, so wie's ist passt da gar nix.


      Mit Kreide vorgezeichnet, und dann gaaaaanz vorsichtig geschnitten.
      Immer etwas mehr, bis es fast gepasst hat.
      Den Teppich um die Säule gelegt, mit dem Teppichmesser zwei Schnitte als Markierungen gemacht, den Teppich aus dem Auto genommen und mit einem Metallrohr (ich glaube von 'nem Staubsauger) das im Durchmesser passt auf der Unterseite angezeichnet.
      Ausgeschnitten, die Prozedur für das andere Bein auf der Beifahrerseite wiederholt, und...passt:



      19. März
      Dieselbe Prozedur auf der Fahrerseite wiederholt, funktioniert wunderbar.
      Teppich wieder raus, Dämmmatte raus, Blechhälfte der Fahrerseite raus, die Kabel für die USB-Buchse bis nach oben verlegt.
      Die gekürzten Kabel bekamen eine eigene Sicherung, und dann den Durchmesser des Gewindes der Buchse auf dem Blech angezeichnet und nach dem Vorbohren ausgefräst.
      Blech wieder ins Auto, Teppich und Dämmmatte drauf, alles richtig ausrichten (das Blech ist verschiebbar, liegt's falsch passen die Löcher im Teppich nicht), das Loch im Blech mit Farbe eingeschmiert und die Dämmatte so markiert.
      Einmal mehr durch die Dämmwolle gekämpft (wirklich zähes Zeug), Teppich und Dämmmatte "auf links" aufeinandergelegt, durch das Loch in der Dämmmatte markiert und den Teppich ausgeschnitten.
      Alles wieder ins Auto (wurde ja langsam Routine), den Teppich auf die Beifahrerseite geschoben und die Buchse durch Teppich und Dämmmatte gedrückt.
      Das Blech angehoben (gut das es zweigeteilt ist), die Buchse eingefädelt, mit der Plastikmutter noch etwas besser gesichert, Kabel dran, Kabel im Hohlraum befestigt, das Blech eingefädelt (zweimal, beim ersten Mal saß es nach dem Festschrauben unter seiner Halterung statt oben drauf), und alles wieder festgeschraubt, die Bleche verklebt (damit nix klappert) und den Teppich vorne eingeclipst.
      Buchse getestet, alles funktioniert :)




      Grundgedanke ist der eine GoPro am Bügel zu haben, und die mit Dauerstrom zu versorgen so dass sie über die Sprachbedienung ein und ausgeschaltet werden kann.
      Allerdings fanden sich keine vertrauenswürdigen Einzelbuchsen mit genug Ampere, also hab ich jetzt hinten halt 2.
      Dafür fällt leider vorne eine weg (Beifahrerfußraum), aber das gleicht das Ganze ja irgendwie aus.


      Max
      Mein 1994er MX5 1.8 "Maria": Darf ich vorstellen: Maria
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    • 21. März:

      Mit wenig Zeit zum Schrauben die Kofferraumverkleidungen probeweise zusammengepuzzelt, und dann noch kurz die Einstiegsleisten aufsetzen wollen.
      Die Pins saßen auf Anhieb, aber keine einzige der kleinen Schrauben wollte passen, überall saß das Loch im Plastik nicht über dem Loch im Blech.
      Also die Leisten auf die jeweils andere Seite getauscht, hin und her rotiert, nix passte.
      Es hat eine ziemlich lange Weile gedauert bis ich gemerkt habe das sich die kleinen Plättchen auf dem Schweller eigentlich verschieben lassen, und meine nur durch den neuen Lack festgeklebt sind.

      Also mit einer Nadel vorsichtig den Lack "aufgestochen", die Plättchen verschoben, und schon passte alles wunderbar.
      Am Abend dann online noch eine Türbremse aus einer Schlachtung gekauft, da bei meiner Beifahrertür ein Plastikclip an derselben fehlte, wodurch die Tür bei jedem Öffnen laut knackte.


      Am nächsten Tag das erste Sommerwetter genutzt um die Kofferraumverkleidungen über den Zaun zu hängen, und mit dem Gartenschlauch und einer Bürste zu putzen.
      Aus den "sauberen" Teppichen kam eine rötlich-braune Suppe ( <X ), da ich ja vorher schon Kügelchen im Kofferraum gefunden hatte die Schrot (zum befüllen von Flintenmunition) sein legte ich die Flüssigkeit unter "Tierblut" ab (Matsch war's nicht), und nehme einfach mal an die Erstbesitzerin hatte mal irgendwas Erlegtes im Kofferraum ?(


      24. März
      Mit lang ersehnter Post vom "großen Fluss" konnte es im Innenraum weitergehen, zuerst wurde dafür das Loch dass der Sensor der Wegfahrsperre hinterlassen hatte vorsichtig erweitert, ohne den Steg zum nächsten Loch (Spiegelverstellung) zu zerbrechen.
      Ausgefräst, entgratet, und nachdem ein kleiner "Zahn" an derselben entfernt war konnte die lang erwartete USB-Buchse einziehen.
      Es ist die dritte gekaufte Buchse, und die erste die in den kleinen Ausschnitt passte und nicht zu weit vorsteht.




      Relativ dezent, 10x besser als ein leeres Loch, und günstiger als ein neues Panel zu kaufen.
      Bei der Buchse handelt es sich um eine reine Verlängerung, das Kabel hat also einen USB-Stecker am anderen Ende und besitzt keinen Step-Down Transformator.
      Würde ich die Buchse so mit dem Zündkreislauf verbinden würde ich Handy/Navi/etc relativ schnell grillen (Erfahrungswert aus dem Freundeskreis, die Geräte lebten nie lange).
      Also zog eine zweite, größere Buchse (mit Beleuchtung, aber wen interessiert das da hinten) in den Hohlraum unter dem Radio.
      Diese Buchse dient als Trafo und als Adapter zwischen USB und Auto-Kabelbaum.
      Ursprünglich wollte ich dort einen normalen Trafo unterbringen, doch die waren entweder überteuert oder zeigten in Tests/Erfahrungsberichten eine Tendenz zum heißlaufen/Feuer fangen/schmilzen.
      Nein danke :|

      Die Buchse ist mit der Metallplatte auf der sie steht verschraubt, und mit aufgerolltem und gesichertem Kabel kann da nix verrutschen oder Geräusche machen.


      Wo ich den Fräsaufsatz schon mal ausgepackt hatte rückte ich auch gleich dem Aschenbecher-Einsatz auf den Leib (zweiteilige Ablage von IL, also nix originales) und fräste ein kleines leicht trichterförmiges Loch für das Handyladekabel, welches unter der Mittelkonsole versteckt wird.
      In meinem Golf hängt das Kabel meist einfach aus dem Radio (das im Mazda habe ich ja extra ohne vordere USB-Buchse gewählt), und spätestens nach ein paar Kurven ist es am Schalthebel im Weg.
      Ganz nebenbei sieht diese Lösung auch noch besser aus, speziell mit schwarzem Kabel statt dem Apple-typischen weiß.
      So bekomme ich Musik aufs Radio und kann das Handy laden.


      Als nächstes die Rückleuchten aus ihrem Karton geholt (90% von den demontierten Teilen waren in Kartons und Kisten verstaut, es ist wie ein Suchspiel nur dreckiger), geputzt und vorsichtig aufpoliert:




      Die Heckblende geholt, geputzt (poliert wird später das ganze Auto), und den Mazda-Schriftzug eingesteckt.
      Der wollte nicht halten, also hab ich mit einem Lötkolben die kleinen Stifte auf der Innenseite angeschmolzen und ein Stück schwarzen Plastikrest draufgelegt und mit Blende und Stift "verschweißt".
      Hält wunderbar, und sieht gut aus.
      Blende montiert, neue Dichtungen auf die Rückleuchten, und die Leuchten montiert.


      Sieht gut aus, und muss bestimmt nie wieder ab.......

      Max
      Mein 1994er MX5 1.8 "Maria": Darf ich vorstellen: Maria
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