EcuTek RaceROM Features (laucnch control/flat-foot shifting/downshift auto-blip)

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    • Da bezüglich dieses Themas in meinem pers. Thread doch schon einiges an Diskussion stattgefunden hat, kopiere ich diese Unterhaltung hier hinein. Das Thema könnte für die Allgemeinheit recht interessant sein, daher ein eigener Thread. Vielleicht äußert sich zu diesem Thema ja noch der eine oder andere Fachmann bzw. eine Fachfrau.

      Viel Spaß.

      Hier nochmal der Link zum Anbieter, hier ist alles recht gut erläutert.

      ecutek.com/Products/Trade/ProE…ing-Suites/Mazda-MX5.aspx

      Als Einstig ein Zitat aus meinem pers. Thread:


      "Die ECUTEK Race-Rom Features sind klasse (Downshift Auto-Blip, Flat-Foot-Shifting und Launch Control). Nun erfolgt bei einer Drehzahl über 3500 U/min und gleichzeitiger Betätigung von Brems- und Kupplungspedal ein Zwischengasstoß zur Drehzahlangleichung. Auch kann ich nun beim Gangwechsel während des Beschleunigungsvorgangs das Gaspedal voll durchgetreten lassen...da knallt es schön aus den Endrohren.:grin: Launch control ist auch freigeschaltet, das werde ich aber eher weniger nutzen."


      Weiterer Thread dazu: NC Chip Tuning - der ECU Thread

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Ricky_P ()

    • www.mx-5.mx
    • Danke dir.

      Sehr interessant. Soweit ich das sehe, wird dem Standard-ECU einfach paar Zusatzfunktionen beigebracht.
      Auf unseren Motorsteuergeräten wäre dafür kein Platz.

      Auf Arbeit habe ich auch viel mit Kalibrierer zu tun, bzw. arbeite auch teilweise mit denen zusammen.
      Gerade was das Flat-Food-Shifting angeht, hat das gewisse Ähnlichkeit mit der Schaltung bei Automatikgetrieben.

      Hast du die Funktion schon ausprobiert? Mich würde die Schaltqualität interessieren.
      Signatur
    • Ja, es erinnert von der Charakteristik auch irgendwie stark an ein Automatikgetriebe.

      Die Schaltqualität ist wie gewohnt, die Gänge lassen sich gut durchschalten...nur eben schneller. Anfangs ist es aber sehr gewöhnungsbedürftig während dem schalten Vollgas zu geben. Bei der Launch Control ist es im Grund nichts anderes, nur muss man langsamer einkuppeln...logisch. ^^ Allerdings nutze ich diese Funktion nicht, geht mir zu sehr auf's Material.

    • Sehr interessant.

      Was die Launch Control betrifft, handelst du meiner Meinung nach genau richtig.
      Das ist eine Funktion, die du nur nutzen solltest, wenn es wirklich drauf ankommt und der Leibhaftige neben dir an der Ampel steht ;)
      Allerdings würde ich auch sagen, dass du beim "flachen Fuss-Schalten" auch nicht allzu schonend bist. Würde vermuten, dass es doch nicht unerheblich Drehmomentspitzen auf die Kurbelwelle und den gesamten Antriebsstrang gibt. Wie häufig nutzt du diese Funktion?
      Signatur
    • Habs jetzt vielleicht 15-20 Mal genutzt... :embarrassed:

      Aber wenn ich das richtig verstanden habe, soll das lt. Ecutek nicht so "belastend" sein:[align=start]
      By reducing the engine torque and controlling the air fuel ratio during gearshifts, the engine, clutch and drivetrain are not unnecessarily stressed. This is very important on forced induction vehicles where the power out can be substantially increased.
      [/align]

    • Ich denke auch nicht, dass es für den Motor, das Getriebe, oder sonstige damit in Verbindung stehende Teile eine Mehrbelastung darstellt mit dem Flatfoot Shifting. Die größte Belastung tritt ja dann auf, wenn ich nach dem Gangwechsel wieder Drehmoment auf dan Strang gebe. Ob der Motor davor weit oder eben weniger weit mit der Drehzahl abfällt macht dann ja keinen Unterschied.

      Der einzige Unterschied beim Schaltvorgang ist ja eben nur, dass durch das Flatfoot Shifting der Schub durch Zündungsunterbrechung weggenommen wird. Und eben nicht dadurch, dass man die "Klappe zu macht". Je nach Geschwindigkeit beim Schalten selbst, würde ich da noch nicht mal einen so großen Unterschied draus machen wollen.


      MX 5 NB, 2 Liter, 210 PS bei 8400 Umdrehungen :)

      Mhm...verstehe ...zeig mir dazu doch mal den Paragraphen :thinking:
    • Der Gangwechsel wird hier ja durch Zündrücknahme (übrigens gleicher Ansatz wie bei Automatikgetrieben) und durch Anpassung der Gemischzusammensetzung ermöglicht. Ich hätte jetzt vermutet, dass durch den sehr schnellen Wechsel und den sich damit schnell ändernden (ich sag jetzt mal) Widerstand für die Welle, eine Schwingung induziert wird, die recht große Drehmomentspitzen hervorrufen könnte.
      Beim AT wird ja genauso vorgegangen, allerdings übernimmt der Wandler ja noch eine Dämpfungsfunktion.
      Vom Prinzip her merkt man die Belastung ja auch, wenn man bei seinem normalen Handschalter mal sehr schnell schaltet.
      Ist jetzt aber eher ein Bauchgefühl. Muss ich mal von der Erfahrung meiner Kollegen profitieren und mal nachfragen, was die davon halten.
      Signatur
    • So, ich habe heute mal mit verschiedenen Leuten gesprochen, die auch noch etwas mehr praktische Erfahrung haben, als ich Schreibtischhengst ;)

      Meine Kollegen haben sich aber eher meiner Einschätzung angeschlossen.

      Hier mal grob zusammengefasst, was sie gesagt haben.

      Es ist möglich in sehr kurzer Zeit (auch <1s) die Zündung so weit zurück zu nehmen, dass das Drehmoment weit genug verringert werden kann.

      Durch den deutlich späteren Zündzeitpunkt wird es im Auslasskanal und Abgassystem sehr heiß. Deswegen wird das Gemisch stark angefettet.

      Soweit so gut. Ist vom Prinzip her gar nicht mal so neu, wird beim Automatikgetriebe genauso so nur nicht mit so starker Intensität gemacht.

      Jetzt kommt aber das "aber". Soweit ich verstanden habe (gern lasse ich mich berichtigen), wird ja nicht gekuppelt. Es wird in kürzester Zeit bei großer Drehzahl der nächste Gang eingelegt. Zu aller erst bringt das die Synchronringe, die den Drehzahlunterschied zwischen den Gängen ausgleichen sollen, arg in Bedrängnis. Deren Haltbarkeit wird auf jeden Fall unter der Funktion leiden. Weiterhin erhöht der nächst höhere Gang das Trägheitsmoment im Antriebsstrang deutlich (v.a. in den kleineren Gängen, also bis zum 4.). Jetzt müsst ihr euch vorstellen. Die Kurbelwelle dreht mit ca. 6000 1/min und plötzlich versucht einer auf der anderen Seite diese festzuhalten. Das erzeugt sehr starke Torsionsmomente / -schwingungen. Und das auch, obwohl das Drehmoment zurück gefahren wurde. Es wird ja unmittelbar nach dem Schaltvorgen wieder komplett auf die Welle losgelassen.

      Das Fazit bei uns war, dass es für das sportliche Fahren sicherlich Spass und die letzten Zehntelsekunden bringen könnte, aber das auf Kosten der Haltbarkeit.
      Wer allerdings auch so schon sehr schnell schaltet, schont seinen Antriebsstrang auch nicht gerade.
      Signatur
    • Doch doch, es wird natürlich gekuppelt ! Da hast du was falsch verstanden. Durch das Kuppeln wird ja die Zündung unterbrochen ;)

      Ich für meinen Teil schalte sehr häufig ohne Kuppeln, aber auch nur über 7000 Umdrehungen, weil da die Drehzahlunterscheide zum nächsten Gang kleiner sind. Sofern man die Drehzahl des Motors an den nächsten Gang anpasst, ist das also überhaupt kein Problem ;)

      Und wie gesagt, eben aus dem Grund, dass ja gekuppelt wird, und auch das Drehmoment vom Motor genommen wird, sehe ich das Flatfoot Shiftig als absolut unbedenklich.


      MX 5 NB, 2 Liter, 210 PS bei 8400 Umdrehungen :)

      Mhm...verstehe ...zeig mir dazu doch mal den Paragraphen :thinking:
    • Ja, wie Chris schon gesagt hat, wird gekuppelt. Zudem wurde mir geraten diese Funktion nur bei höheren Drehzahlen zu nutzen. Auch soll man zB beim benutzen der Launchcontrol nicht allzu lange mit dem Start abwarten, da durch den späten Zündzeitpunkt bzw. die Zündungsunterbrechungen auf Dauer ziemlich hohe Temperaturen entstehen (gefährdet wohl Auslassventil). Kenne mich da leider nicht so aus, kann nur das wiedergeben was ich in der Werkstatt so aufgeschnappt habe. Aber bei den kurzen Schaltvorgängen soll das eher zu vernachlässigen sein. Und wie Marco schon geschrieben hat, geht schnelles schalten auch schon zu Lasten des Materials...aber das bringt sportliche Fahrweise in der Regel immer mit sich. Reifen, Bremsen, Kupplung, Stoßdämpfer/Fahrwerk usw. unterliegen dann eben einem erhöhten Verschleiß.